Vorwort:
Ich habe lange überlegt, ob
tatsächlich die Zeit schon gekommen ist, über einen so jungen Verein eine
"Vereinsgeschichte" zu verfassen.
Aber der Verein hat eine ganz besondere Entwicklung durchgemacht....
Die Geschichte
Am
Samstag, den 26. April 1997 wurden die ersten Weichen gestellt. Genau zu diesem
Zeitpunkt zog die kleine Schäferhunddame "Karla" bei der Familie
Eggemann ein.
Schnell war klar, dieser Hund braucht eine Beschäftigung. Nachfragen in einigen
Vereinen in Hamm hatten zur Folge - kommen sie mal wieder wenn sie groß
ist. Schließlich fand sich ein Verein in Bönen in dem Karla "laufen
lernte".
Doch die Beschäftigung reichte Karla und seiner Familie nicht aus.
Noch im gleichen Jahr antwortete Tina Eggemann auf eine Anzeige im Westfälischen
Anzeiger unter der Rubrik "Bitte melden". Dort wurden Leute gesucht,
die sich mit dem Hundesport "Agility" beschäftigen wollen. Schnell
war ein erstes Treffen ausgemacht. Die Begeisterung für den Sport war vom
ersten Augenblick geboren.
Nur eine Haken hatte die ganze Sache. Ein Gelände, ein Ort oder einen Verein
gab es zu diesem Zeitpunkt nicht in Hamm.
Gott sei Dank gab es unseren Vater/ Schwiegervater Horst
Diehm mit seinen guten Drähten im Ort.
Ein Kontakt zu Herrn Paul Rose war schnell hergestellt - und eine Wiese
an der Holzstraße hatte er auch noch im Rucksack. 
Einziger Haken an der Sache war - die Wiese war da, aber sehr, sehr, sehr
viele Bäume , Wurzeln, Hügel und Sträucher. Hier konnte kein Agility Training
stattfinden.
Aber die Idee sollte verwirklicht werden, Agility in Hamm - Herringen zu
betreiben.
So wurde jede freie Minute in die Arbeit auf dem Gelände an der Holzstraße
gesteckt.

Gedanken über eine Vereinsgründung waren zu diesem Zeitpunkt noch fern.
Wir wollten einfach nur unsere Hunde beschäftigen. Die nötige Erfahrung brachte
Detlef mit, der bereits erfolgreich Agilityturniere in der Leistungsklasse A3
mit seinem Schäferhund lief.
Schnell war klar, wir wollten auch andere Hundebegeisterte für diesen Sport
begeistern. Natürlich brauchten wir auch Leute die kräftig auf dem Platz mit
anpacken konnten.
So fanden wir nach einiger Zeit einige Herringer "Hundeverrückte" die
unseren Plan unterstützen wollten.
An dieser Stelle möchte ich zwei Namen ganz besonders erwähnen.
Das ist zum einen Marek Onyszkiewicz mit seiner Schäferhündin Tessa. Er war wie
eine gute Seele für den Platz. Gab es irgendetwas auf dem Platz zu tun -
Marek war da. Auch in schlechten Zeiten hielt er den Betrieb auf dem Platz
aufrecht, insbesondere durch die Instandhaltung und Pflege. Ich glaube ohne ihn
wäre vieles nicht möglich gewesen.
Schade, dass er heute nicht mehr dabei ist.
Der zweite im Bunde ist Ralf mit Joey. Diesen traf meine Frau Tina während
ihrer Spaziergänge durch den Sundernwald. Ralf stand dort, bekleidet mit einer
signalfarbenen neongelben Jacke. Nicht nur das er durch die Jacke aufgefallen
ist, nein er rief vergebens: "Jooooooooeeeeeeyyyyyyyyy". Das war sein
Hund, der über mehrere Stunden in den Tiefen des Waldes verschwunden war.
Kurze Rede langer Sinn - seit dem war Ralf mit seiner Frau Ulrike und Joey bei
uns am Platz an der Holzstraße und kümmert sich bestens um die Finanzen.
So sprachen sich die Aktivitäten an der Holstraße herum. Die einen kamen und
die anderen gingen. Doch es entwickelte sich ein fester Stamm, der noch heute existiert.
So auch Kerstin Polkowski, die eines
Tages mit ihren kleinen Jack Russel /Mix vor mir stand und ganz leise fragte,
ob sie hier auch mit trainieren darf.
Das durfte sie. Und das war in der weiteren Entwicklung auch ein entscheidender
Punkt für die spätere Vereinsgründung.
Nachdem Kerstin "Blut geleckt hatte" und entschied, dass ist mein
Sport - ich will mehr - ich will Turniere laufen, wurden die Weichen gestellt.
Aber in unserer Hobbytruppe an der Holzstraße gab es sonst niemanden, außer
Kerstin und mich, die diese Ambitionen teilten. So kam es, dass wir in einem
anderen Verein für den Sport warben und dort eine Agilitytruppe aufbauten. Ich
den Trainerschein machte und wir Turniere liefen. Von diesem Erfolg war dieser Verein nicht so angetan - denn die Gruppe der
Agilitsportler wuchs beträchtlich.
Im Jahre 2004 wurde dann der Schritt in die richte Richtung eingeschlagen, der
erste eigenständige agilitybetreibende Verein, AC Hammerhunde - Herringen e.V.
im Verband des DSV, wurde gegründet.
Aus den damaligen 13 Gründungsmitgliedern sind nunmehr 40 Mitglieder geworden.
Daneben trainieren weitere 25 Personen in einem Sport-Abo. Eine Welpenschule
hat sich etabliert.
Mittlerweile kann der noch junge Verein auf beträchtliche nationale (4. und 7.
Platz auf den Deutschen Meisterschaften) und internationale (1. Platz
Manschaftswertung und 10. Platz Gesamtwertung beim Weltcup) zurückblicken.
Eine
„neue“ gute Seele, mit Namen Michael Zeisler, hat sich auch wieder gefunden.
Sein Motto: „Es gibt was zu tun – packen wir
es an“
Die Zukunft wird noch eine große Veränderung mit sich bringen. Der Verein muss
sich mittelfristig um ein neues Vereinsgelände bemühen.
Doch das werden wir, betrachtet man die Vereinsgeschichte , sicherlich
meistern!
Andre Eggemann
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